Photovoltaik - Komplettservice

Funktionsweise - Fragen - Antworten

Wie funktioniert eine Solarstromanlage?

1. Die Solarzellen sind das Herzstück einer Solarstromanlage. Sie erzeugen Strom, sobald das Sonnenlicht auf diese fällt. Über 95 Prozent aller Solarzellen bestehen aus dünnen Siliziumkristall-scheiben, es gibt monokristalline und multikristalline Zellen.

2. Die Solarzellen werden in den Solarmodulen verschaltet und wetterfest eingepackt. Die Solarmodule haben unterschiedliche Größen, Formate und Leistungenund sind meist gerahmt. Sie werden je nach Anlagentyp in Serie oder parallel verschaltet. Dementsprechend ergeben sich unterschiedliche Spannungen und Ströme.

3. Der Gleichstrom der Solarmodule wird über spezielle Solarkabel zum Wechselrichter transportiert, der den Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umwandelt. Er sorgt dafür, dass die Solarmodule im optimalen Arbeitspunkt arbeiten und den höchstmöglichen Ertrag erzielen, er überwacht die Anlage und schaltet sie z.B. aus, wenn das Stromnetz ausfällt. Und er kann den Solarstrom zählen. Viele Wechselrichter können diese Informationen auch zur Fernüberwachung weiterleiten.

4. Um zu wissen, wie viel Solarstrom ins Stromnetz eingespeist wurde, wird ein Einspeisezähler installiert. Er arbeitet völlig unabhängig vom Verbrauchszähler und zählt jede kWh Solarstrom, die ins Stromnetz eingespeist wird. Diese Solarstrommenge wird vom Netzbetreiber entsprechend EEG (erneuerbares Energiegesetz) vergütet.  Wer 2008 ans Netz geht erhält 46,75 Cent/Kwh über den Zeitraum von 20Jahren plus die Zeit der Anschaffung bis Jahresende 2008.

Fragen und Antworten:

Wohin mit den Solarmodulen?

Am einfachsten ist die Montage auf dem geneigten Dach, oberhalb der Ziegelebene oder anstelle der Ziegel. Für Flachdächer gibt es spezielle Montagegestelle. In der Fassade lassen sich die Solarmodule entweder geneigt als Vordach mit Sonnen- und Wetterschutzfunktion oder anstatt der Fassadenelemente installieren.

Welchen Ertrag kann man erzielen?

Der konkrete Solarertrag Ihrer Solarstromanlage hängt ua. vom Modultyp, dem Wechselrichter, der Verschaltung, der Belüftung der Module, der Modulausrichtung und -neigung, der Sonneneinstrahlung an Ihrem Ort und eventuellen Verschattungen ab. Eine sorgfältigen Planung und Installation sind ebenfalls sehr wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg.

Ist mein Haus für eine Photovoltaikanlage geeignet?

Einen optimalen Ertrag bietet eine südorientierte Fläche mit etwa 30° Neigung. Anlage sind auch von West nach Ost und sogar senkrecht in der Fassade montierbar. Sie produzieren dann eben weniger Strom. Verschattungen sollten allerdings vermieden werden.

Wie groß sollte eine Solarstromanlage sein?

Die Größe kann man an die Dachfläche, an die gewünschte Solarstrommenge oder an die zur Verfügung stehenden Finanzmittel anpassen, da beliebig viel Solarstrom ins Netz eingespeist werden kann.

Wie hoch ist die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage?

Die Lebensdauer von Photovoltaikmodulen liegt bei über 30 Jahren. Hersteller von Solarmodulen bieten Leistungsgarantien zwischen 10 und 25 Jahren. Wechselrichter müssen meist nach 10 bis 15 Jahren ausgetauscht bzw. repariert werden.

Muss eine Photovoltaikanlage baulich genehmigt werden?

Für die Installation einer Solarstromanlage auf oder an Gebäuden benötigen Sie nur eine Baugenehmigung, wenn sie auf denkmalgeschützten Gebäuden und Ensembles installiert wird. Freiflächenanlagen sind grundsätzlich genehmigungspflichtig.

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Derzeit sind mit Preisen zwischen 4.500 und 5.500 Euro pro kWp Leistung inklusive Installation zu rechnen.

Wie hoch ist der Betriebs- und Wartungsaufwand?

Solarstromanlagen arbeiten nahezu wartungsfrei. Die Betriebs- und Wartungskosten für Photovoltaikanlagen sind sehr gering.